Zehntklässler als Nachwuchs-Fachkräfte bei ddm hopt + schuler im Einsatz

Rottweil. Es ist kein halbes Jahr vergangen, seit die ddm hopt+schuler GmbH und Co.KG und das Leibniz-Gymnasium eine Bildungskooperation miteinander geschlossen haben: Nun tauschen 8 Zehntklässler des Leibniz-Gymnasiums einmal pro Woche sowie in den Ferien die Schulbank mit einem Arbeitsplatz bei ddm hopt + schuler. Die Schüler versuchen Lösungen für real existierende technische wie informationstechnologische Fragestellungen zu entwickeln.

Eines ist schnell klar geworden: „Egal, was wir machen, wir müssen unsere Apparatur abdichten“, sagt Linda Koch und betrachtet wieder und wieder die Zeichnungen, die sie und ihr Mitschüler Lorenz Dürr an das Flipchart gemalt haben. Einig sind sich die beiden, sowie die anderen Mitschüler aus dem Naturwissenschaft- und Technik-Unterricht (NWT) allerdings noch nicht, welcher Weg denn nun wirklich ans Ziel führen wird. Stellt sie doch die Aufgabe, die ihnen die Projektverantwortlichen gestellt haben, bisher noch vor zahlreiche Probleme: „Die Schüler müssen ein System bauen, mit dem ein bestimmter Drehschalter auf Wasserdichtigkeit geprüft werden kann“, erklärt der Entwicklungsleiter im Bereich Schalter von ddm hopt+schuler.

Bis Ostern haben die Leibnizianer Zeit, dann soll die Prüfanlage nicht nur den Praxistest bestehen, sondern bei ddm hopt+schuler tatsächlich dauerhaft zum Einsatz kommen. Für den potenziellen Nachwuchs an späteren Ingenieuren nimmt sich das Unternehmen mit weit über 400 Arbeitsstunden und mehreren Mitarbeitern nicht nur viel Zeit, sondern scheut auch keine Kosten. Im Gegenzug erwartet das Unternehmen frische Ideen, aber auch ein ausgearbeitetes Konzept, eine Kostenrechnung, die Dokumentation sowie konkrete Arbeitsanweisungen für die zu entwickelnde Prüfanlage. Damit die Qualität den Anforderungen des Unternehmens, das in seiner Branche zu den Weltmarktführern zählt, entspricht, begleitet zudem ein Spezialist aus der Qualitätssicherungsabteilung die Schüler während der Projektphase.

Wirtschaftslehrerin Silke Pach ist vom Ansatz begeistert: Gemeinsam mit der Personalleiterin von ddm hopt+schuler, Ingrid Weiß, hat sie an der Konzeption des konkreten Bildungsprojekts gefeilt. „Herausgekommen ist eine Art Praxissemester, bei dem unsere Schüler umfangreiche Erfahrungen sammeln können, die sie in der Schule so nicht machen würden.“ Und auch Ingrid Weiß ist gespannt, wie sich dieses groß angelegte Projekt entwickeln wird. „Wir werden das Ergebnis der Schüler auf jeden Fall für unsere Arbeit einsetzen, die Aufgabenstellung ist aber so komplex, dass wir so viele Schüler auch am Projekt beteiligen konnten“, betont sie. Unterstützt werden alle Schüler zudem im NWT-Unterricht bei Norbert Kleikamp.

Das Ergebnis wird zudem am „Abend der Technik“ am Leibniz-Gymnasium präsentiert.

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